Schaltzentrale

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Bei diesem Projekt ging es darum, verschiedene Lampen im Garten separat zu schalten, ohne Wände aufstemmen zu müssen um die entsprechende Zahl von Lichtschaltern einzubauen.
Das lässt sich dadurch umgehen, dass man die Lampen drahtlos schaltet.
Vermutlich gibt es bereits viele Komplettsysteme mit denen man das ganze Haus automatisieren kann.
Ich habe mich für eine Lösung entschieden, die kostengünstig ist und deren Komponenten am Samstagnachmittag in meinem Baumarkt um die Ecke verfügbar waren.

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Damit ist hoffentlich klar, dass der Nachbau nichts ist für Bastler ohne Erfahrung mit Netzspannung.

Die Zutaten

Der einfachste und kostengünstigste Weg Netzspannung drahtlos zu schalten, ist die Verwendung von Funksteckdosen. Diese gibt's im Zweierpack für 15..20 Euro in jedem Baumarkt.

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Das Schlachten der Steckdosen - "Void the Warranty"

Da es darum ging, mindestens 4 Stromkreise zu schalten und die gesamte Steuerung spritzwassergeschützt zu verpacken musste natürlich zuerst mal das Gehäuse dran glauben. Die von mir verwendeten Steckdosen der Marke Kopp ließen sich leicht dank Kreuzschlitz-Schrauben öffnen. Also keine gemeinen Sicherheitsschrauben, für die man sich erst ein Spezialwerkzeug basteln muss...

Bild "Schaltzentrale-Stecker.jpg" Bild "Schaltzentrale-Offen.jpg"

Die Steckdosen können individuell auf die Codes 1...5 eingestellt und so den 5 Knöpfen auf dem Handsender zugeordnet werden. Eine Komplexität stellt sich dadurch ein, dass dieser Mechanismus ohne Gehäuse in seine Einzelteile zerfällt.

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Dadurch, dass die 4 Platinen fest in einem Gehäuse untergebracht werden sollten und somit auch keine Stecker mehr brauchten, wurde ein Teil des Gehäuses jeder Steckdose überflüssig.
Nach der Behandlung mit der Dekupiersäge stellt sich nicht mehr die Frage nach der Herstellergarantie  :D

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Da die Schaltfunktionen einmal festgelegt werden sollten, reichte es in meinem Fall, die verschiedenen Stellungen des Kodierrades nachzuvollziehen und für jede der 4 verwendeten Steckdosen die entsprechende Adresse fest zu verlöten. Das habe ich direkt im Flachbandkabel gemacht, womit auch noch die kleine Platine entfällt, was nochmals Platz spart.

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Um die einzelnen Platinen kompakt miteinander zu verbinden, habe ich bei dreien die vorhanden Schraubenlöcher komplett mit einem 3mm Bohrer durchgebohrt. So lassen sich M3 Gewindestangen hindurchstecken, die dann im vierten Modul in die Schraublöcher geschraubt werden. Auf der anderen Seite verhindern M3 Muttern, dass der Verbund auseinander fällt.

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Der so entstandene Block kann mit Blechschrauben im neuen Gehäuse verschraubt werden. Auf dem Bild sieht man auch die Flachbandkabel, die ehemals zu den kleinen Platinen der Kodierräder verliefen. Ich habe für jedes Modul die entsprechenden Adern dieser Kabel zusammengelötet, so dass sich die Adressen 1..4 ergaben. Dann wurden sie mit Isolierband gesichert.  

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Als Gehäuse diente ein IP54 spritzwassergeschützer Verteilerkasten. IP54 bedeutet, dass er allseitig spritzgeschützt ist aber nicht im Wasser betrieben werden kann  ;) . Das reicht für eine Außenmontage und macht die Sache regendicht. Schraubbare Kabeldurchführungen sorgen auch hier für Dichtigkeit. Links unten ist das weiße Netzkabel zu erkennen. Die Durchführung rechts ist für ein 5 adriges Erdkabel vorbereitet, so dass 3 Verbraucher an diesem Kabel unabhängig geschaltet werden können. Die vierte Schaltfunktion ist einer der eingebauten Steckdosen zugeordnet.

TIPP:
Die Steckdosen wurden per NYM Leitungen verdrahtet. Da die Kabel der Schaltmodule aus Litze bestanden, war es wichtig, hier Ader-Endhülsen zu verwenden, damit das auch dauerhaft in den Lüsterklemmen hält.

Bild "Schaltzentrale-Endhuelsen.jpg"

Montage

Bild "Schaltzentrale-Montiert.jpg"