Schlauchkurbler


Es geht auch ohne Seitenleitwerk

Der Schlauchkurbler wurde in den 1950er Jahren als Freiflugmodell gebaut und geflogen. Ich habe den Plan mehr als 50 Jahre später günstig auf einer Modellflugmesse erstanden. Obwohl ich kein großer Fan des Antikmodellbaus bin, fand ich es reizend, mal einen Nurflügel ganz ohne Seitenflächen zu bauen.
Außerdem bot sich so mal wieder die Möglichkeit, einen Rippensatz selber zu fräsen und in traditioneller Balsabauweise mit Papierbespannung zu bauen.

Bild "Schlauchkurbler-gross.JPG"  

Fast Horten

Die Stabilität um die Hochachse wird bei Hortennurflügeln durch Pfeilung und sehr starke Verwindung erzielt. Durch die Verwindung wird am Flächenende negativer Auftrieb erzeugt.
Die Bilder zeigen deutlich, dass der Schlauchkurbler auch von der starken Verwindung Gebrauch macht. Allerdings gaube ich nicht, dass er genau nach der Hortentheorie die ideale Glockenauftriebsverteilung hat.
Aber - er fliegt.

Bild "Schlauchkurbler-klein1.JPG" Bild "Schlauchkurbler-klein2.JPG"

Fußgängertempo

Das Foto der Wurzelrippe macht deutlich, dass der Schlauchkurbler ein extrem dünnes und hochgewölbtes Profil hat. Da das Gewicht recht niedrig ist steht das Teil fast in der Luft.

Bild "Schlauchkurbler-Wurzel.JPG"

Erstflug am Hang bei etwas böigem Wind

Mit einer "GunCam" auf dem Mützenschirm gefilmt. Windgeschwindigkeit ca. 10km/h.



Nachbau

Aus urheberechtlichen Gründen kann ich den Plan hier nicht veröffentlichen. Den gibt es aber für sehr wenig Geld bei Paul Stamm Modellbau: http://www.paulstamm.eu/deutschland/start.php?d_105116.php

Da ich die Profile angepasst habe an die Größe (2200mm Spannweite anstelle von 2000mm im Original) und an die Beplankungsgegebenheiten im 21. Jahrhundert (Balsa statt Pappe), gibt es hier die Profile als PLT-Dateien im HPGL Plotterformat. Diese kann man in viele CAD Programme importieren oder mit XnView betrachten und ausdrucken. Mir dienten sie als Fräsvorlage für meine 2D CNC Fräse.
rippen1.PLT
rippen1a.PLT
rippen2.PLT
rippen3.PLT
rippen4.PLT