CO5-2000


Bild "CO5-2000-Ansicht1.jpg"

Konzeptidee

Um schnell verschiedene Tragflächen auszuprobieren, habe ich mich für 240mm Profiltiefe entschieden und zunächst mal auf das Profil MH45 von Martin Hepperle festgelegt. So kann man immer wieder den selben Rumpf verwenden und auch mal schnell zwischen Elektrorumpf und Seglerrumpf wechseln.
Was ich allerdings schnell feststellen musste, ist, dass das Konzept einen Haken hat. Wenn man mit unterschiedlichen Spannweiten herumexperimentieren will, dann ändert sich bei konstanter Tiefe die Streckung doch erheblich. Das wiederum hat einen ziemlichen Einfluss auf die benötigte Schränkung.
Toll, dass es Modellflugexperten gibt, die einem da auf die Sprünge helfen.
Siehe hier:
http://rc-network.de/forum/showthread.php/11744-Theorie-amp-Praxis-NF-Schwerpunkt
http://rc-network.de/forum/showthread.php/11810-Schwerpunkt-Praxis

Auslegung

Hier noch mal der deutliche Effekt der Streckung in der Simulation. Im ersten Bild ist der Flügel mit 2000mm Spannweite und einer Flächentiefe von 240mm gezeigt. Um es deutlich zu machen wähle ich hier eine Schränkung von 0 Grad.
Legt man das Stabilitätsmaß auf 9% fest, so ergibt sich die rasante Fluggeschwindigkeit von ~27m/s. Noch ein wenig weniger Streckung erlaubt gar keinen stabilen Flugzustand mehr.

Bild "CO5-2000-Ranis1.jpg"  

Der zweite Screenshot zeigt die Auslegung bei gleicher Tiefe, 2800mm Spannweite und nach wie vor ohne Schränkung.
Es stellt sich bei 9% Stabilitätsmaß nun ein stationärer Gleitflug bei ~12m/s ein. Immer noch etwas schnell aber deutlich näher an einer sinnvollen Geschwindigkeit.

Bild "CO5-2000-Ranis2.jpg"

Mein CO5-2000 hat 3 Grad Schränkung und braucht aber trotzdem noch ca 3mm nach oben gestellte Höhenruder, um auf eine gute Gleitfluggeschwindigkeit zu kommen. Da das Handling im Allgemeinen nun sehr gut ist, habe ich es dabei belassen.
In jedem Fall empfiehlt sich bei einem neuen Entwurf eine etwas kleinere Profiltiefe und/oder mehr Schränkung.

Rumpfbau in Positivbauweise

Der Rumpf besteht aus GFK in Positivbauweise. Die Methode stammt aus einer alten FMT. Da das ausgerechnet die Aprilausgabe war, habe ich das erst für einen Scherz gehalten. Funktioniert aber wirklich ganz gut.
Leider habe ich keine Fotos davon, daher hier eine Beschreibung:
  1. Zuerst schneidet man die Rumpfform aus Styrodur (grüner, fester Styropor). Das kann man per heißem Draht machen oder man formt mit Messer und Schleifpapier.
  2. Nun zieht man das Bein einer Damenfeinstrumpfhose darüber. Ja richtig gelesen. Sollte wirklich fein sein. Keine Netzstrümpfe bitte, auch wenn es noch so erotisch aussieht :)
  3. Darüber legt man mit Epoxy getränktes 80g Glasgewebe. Am besten Köperbindung, damit sich das Gewebe gut um sphärische Rundungen legen lässt.
  4. Wenn alles sauber bedeckt ist, zieht man darüber das zweite Bein der Strumpfhose.
  5. Nach dem Trocknen kommt das unvermeidliche Schleifen. Dadurch, dass nun zu oberst eine Lage Nylon liegt, lässt sich der Rumpf sehr gut schleifen und die Oberfläche wird sehr glatt
  6. Mit Sprühspachtel, Haftgrund und Nassschleifen erhält man eine spiegelglatte Oberfläche.
  7. Zuletzt muss noch der Styrodurkern entfernt werden. Das macht man mit einem Schraubenzieher. Die letzten Reste kann man mit Nitroverdünnung rausspülen. Das aber nur an der frischen Luft ausprobieren, der Lunge zuliebe.
  8. Die beste Oberfläche erreiche ich mit langsam trocknendem Kunstharzlack aus der Sprühdose. Der glänzt schöner und ist härter als Nitrolack
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Bild "CO5-2000-Ansicht2.JPG"

Links

http://www.zanonia-flyers.de/
http://www.aerodesign.de/profile/profile_s.htm#mh45
http://www.embeh.de/flzvortex/flz_vortex.html